10 jähriges Gedenken an das Busunglück.

Nun ist es bald wieder soweit. Am 20.12.2013 jährt sich das Unglück von Hensies zum 10.mal.Wieder werden wir an dem Morgen um 5.20 Uhr an der Unfallstelle stehen, unsere Fackeln anzünden und an unsere Lieben denken.
Dank Sybille Jatzko werden wir diesmal nicht alleine sein. Sie und Uwe Riske von der Notfallseelsorge werden mitkommen und es werden auch noch einige Angehörige dabei sein.
Es ist kaum zu glauben, wie schnell diese 10 Jahre vergangen sind und mit wieviel Trauer und Leiden sie gefüllt waren. Aber wo wir am Anfang noch das Gefühl hatten, unser Leben ist mit dem Tod unseres Kindes erloschen – so   gibt es heute auch wieder Tage, an denen wir uns mit anderen freuen können.
Andererseits ist das „Mitfühlen“ stärker geworden; die bei dem  Busunglück in der Schweiz gestorbenen belgischen Kinder, die Opfer der Loveparadekatastrophe, jedes mißhandelte oder getötete Kind, über das wir lesen weckt in uns tiefste Emotionen und Trauer, als wäre es ein Teil von uns.  Erst gestern, am Candlelightday bei der sehr schön gestalteten Gedenkfeier für verstorbene Kinder in Merzig Mechern, hatte ich das Gefühl nicht nur die eigene, sondern die Trauer aller in der Kirche anwesenden verwaisten Eltern mitzutragen. Viele Veränderungen hat es in unserem Leben gegeben. Wir leben jetzt 2 Autostunden entfernt von unseren ehemaligen Freunden, zu denen die Distanz in den letzten Jahren aber gefühlt noch größer geworden war. Wir freuen uns, wenn wir besucht werden und wir besuchen auch oft unsere Tochter und unseren Enkel im Taunus.                 Manchmal wünsche ich mir mehr Gespräche und Kontakte und ärgere mich über mich selbst, wenn ich Möglichkeiten verstreichen lasse oder Angebote nicht wahrnehme.   Vielleicht kann ich das noch ändern- es fällt sehr schwer.                                                   Etwas besonderes waren die – nicht mehr erwarteten – Gerichtsverhandlungen gegen den Busunternehmer Polster, die mit dessen Verurteilung endeten. Ich weiß nicht, ob das rechtskräftige Urteil inzwischen vollstreckt wurde, werde aber versuchen mich zu informieren. Wenn wir aus Belgien zurück sind werde ich Bilder von unserer Gedenkfeier einstellen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Das Gerichtsurteil in den belgischen Medien

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Busunternehmer Rainer Polster in Mons verurteilt

Am 10.Juni 2013- fast 10 Jahre nach dem Unglück wurde der Busunternehmer Rainer Polster vom Polizeigericht in Mons verurteilt.Die Strafe lautet: Ein Jahr Gefängnis, 10.000 Euro Bußgeld, zwei Jahre Verbot ein Fahrzeug zu führen sowie die Übernahme der Gerichtskosten in Höhe von 161.000 €.
Den Angehörigen wurde ein Schmerzensgeld zugesprochen.                                                     Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Busunternehmer durch seine Reiseplanung schuld an der Übermüdung des Fahrers Klaus Franke war. Zum Zeitpunkt des Unfalls war dieser seit seinem Aufbruch zu Hause um 6 Uhr des Vortags 23 Stunden und 20min unterwegs. Bis Paris wären  nochmals 2 bis 3 Stunden Fahrzeit dazu gekommen.            Herr Polster war zu den Verhandlungen nicht erschienen und hatte sich auch nicht anwaltlich vertreten lassen.

http://www.rtbf.be/info/regions/detail_jugement-a-ete-rendu-pour-l-accident-d-autocar-a-hensies-le-patron-est-condamne?id=8015658

Da weder Herr Polster noch die Vertretung der Versicherung in der festgesetzten Zeit Einspruch erhoben  haben ist das Urteil rechtskräftig.

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Bericht in der Zeitung ‚LaProvince.be‘ nach der Verhandlung vom 3.Mai 2013

Tribunal de police à Mons: 11 morts dans un accident de car à Hensies en décembre 2003

Rédaction en ligne

« Le profit a passé avant la sécurité », estiment les parents des 11 victimes de l’accident d’autocar qui avait également blessé 37 personnes. Des familles des victimes étaient à Mons ce vendredi pour assister au procès. Elles veulent juste comprendre…

In Mons mit den Anwälten

G.M.

Des parents de victimes et leurs avocats, ce vendredi à Mons.

«Nous atteignons le but. Cela fait 9 ans et demi. Il est temps ! » Arnold et Elena Simon sont les parents d’Alexander, décédé dans le car à Hensies, tout comme son amie Yvette. Originaire de Namborn, en Allemagne, ils ont repris la route de Mons, ce vendredi, pour assister à l’audience du tribunal de police. Forcément administrative, en l’absence du prévenu Reiner Polster. «Nous ne réclamions rien de la société Polster Reisen. Nous voulions comprendre ce qui s’était passé, en l’absence du chauffeur, décédé. Las : le patron ne nous a jamais répondu. Les seuls interlocuteurs à nous avoir répondu, ce sont la police allemande, et notre ambassade. C’est clair que son absence nous empêche de comprendre la genèse du drame. Néanmoins, nous pourrons mieux faire notre devoir de deuil quand le procès sera clôturé. »

Voilà un an, les époux Simon étaient déjà venus à Mons lors du règlement de procédure devant la chambre du conseil. Andreas Ziemer, papa de Katrin, les a aussi accompagnés au procès. Ces trois parents se font les porte-parole des victimes.

Les parents ont mené leur enquête. « Le car a effectué toute une tournée en Allemagne via Munich, Stuttgart, Francfort, Cologne, Aix-la-Chapelle… Le chauffeur qui était au volant à Hensies lors du crash, conduisait depuis minuit. Auparavant, il n’avait pas dormi. On l’a vu boire beaucoup de café. Nous avons appris que ce problème de dépassement du temps de conduite est récurrent au sein de la société Polster Reisen. Pour autant, la société ne conteste pas ses responsabilités. Le car était en bon état, et seul en cause. Nous voulons remercier le juge du tribunal de police, qui a insisté à la précédente audience de novembre, pour que le patron vienne s’expliquer. C’est dommage qu’il n’est pas venu. »

Nos interlocuteurs ont aussi appris que quelques semaines avant le drame, le car en question avait dû subir une réparation suite à un petit accident. Laquelle avait été effectuée bien plus vite que prévu. « Ce qui nous conforte dans notre idée première : la société Polster a voulu privilégier le profit au détriment de la sécurité. »

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2012 in review

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an.

Hier ist ein Auszug:

600 Personen haben 2012 den Gipfel des Mount Everest erreicht. Dieser Blog hat 2012 über 4.900 Aufrufe bekommen. Hätte jede Person, die den Gipfel des Mount Everest erreicht hat, diesen Blog aufgerufen, würde es 8 Jahre dauern, um so viele Aufrufe zu erhalten.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

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33. Geburtstag und Jahrestag

33 Kerzen zu deinem 33. Geburtstag. Am Donnerstag werden wir wieder um 5:20Uhrbei Hensies in Belgien an der Unfallstelle stehen und an dich denken. Wir vergessen dich nie! Irgendwie gehört das, genauso wie das Abendessen bei den Brüdern Dupont von der Auberge Le XIX eme in Thulin für uns schon zu Weihnachten.

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Ende von Rainbowtours

Wie man jetzt in einem Artikel des Hamburger Abendblatts lesen konnte, ist das Reiseunternehmen Rainbowtours seit Ende 2011 insolvent. Gegen den Geschäftsführer Mathias Detlev Kampmann werden schwere Vorwürfe erhoben, die von Steuerhinterziehung in Millionenhöhe und betrügerischem Bankrott bis zu etwa 50 Anzeigen wegen Betrugs reichen. Dazu kommen Anschuldigungen wegen Mobbing und Ausnutzung der Angestellten, die zu geringen Löhnen weit über die üblichen Arbeitszeiten zur Verfügung stehen mussten.

Dieser Mann gehört zur Hamburger Gilde der ‚ehrbaren Kaufleute‘.

Und der Busunternehmer Polster aus Gößweinstein, dem der Unglücksbus gehörte und der jetzt in Mons angeklagt wird ist ehrbares Mitglied des Gemeinderates.

Es macht nur wütend, dass solche Menschen verantwortlich sind für den Tod der jungen Busreisenden. Was für eine Welt!

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